Was ist der Unterschied zwischen Atemnot und Kurzatmigkeit?

Atemnot, Luftknappheit und Kurzatmigkeit können Symptome verschiedener Erkrankungen sein. Zum Beispiel können diese Probleme das Resultat einer Angsterkrankung sein. In diesem Kontext tritt die Atemnot häufig in Situationen auf, welche in den Betroffenen Angst auslösen und zu Panikattacken führen können.

Stress ist ebenfalls ein weitverbreiteter Auslöser für physische Beschwerden wie Atemnot. Dieser Stress taucht entweder im Alltag in stressigen Situationen auf oder er staut sich über einen langen Zeitraum hinweg an. Hierbei versucht der Körper den aufgebauten Stress so loszuwerden und das äußert sich in Beschwerden wie Atemnot und Luftknappheit.

Auch traumatische Erlebnisse können die Ursache für körperliche Erkrankungen sein, wenn diese nicht richtig verarbeitet werden.

Ursachen für das Auftreten einer Luftnot gibt es viele. Zu unterscheiden gilt es zum einen zwischen einer akuten Atemnot, die ein Notfall sein kann – zum Beispiel bei Asthmatikern, bei der gegebenenfalls ein Notarzt gerufen werden muss. Zum anderen tritt Kurzatmigkeit bei einer bestehenden Verengung der Bronchien auf und verstärkt sich unter Belastung wie zum Beispiel bei COPD-Patienten.

Überblick – mögliche Ursachen von Kurzatmigkeit:

  • chronische Lungenerkrankungen, wie Asthma, Bronchiektasie, chronische Bronchitis, COPD und Mukoviszidose
  • akute Lungenentzündungen, viral oder bakteriell verursacht
  • andere, akute Lungenerkrankungen (zum Beispiel Embolie)
  • Ausheilprozess nach einer akuten Lungenerkrankung
  • Herzerkrankungen
  • Übergewicht, Gewichtszunahme
  • Schwangerschaft
  • psychische Ausnahmezustände (zum Beispiel Aufregung, Stress, Angst, Panik)

Tritt die Kurzatmigkeit in Zusammenhang mit einer Atemwegserkrankung auf, ist die Ursache meist, dass die Schleimhaut in den Bronchien anschwillt (durch Allergien oder Entzündungen), die Bronchien instabil werden und kollabieren können. Dadurch wird der Innenraum (Lumen) enger, durch den die Luft ein- und ausströmen kann. Die Bronchien fühlen sich demzufolge eng an und das Atmen wird in der Folge schwerer. Eine weitere Ursache für Luftnot kann eine Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur sein, wodurch sich die Atemwege sehr schnell verengen.

Marian Grosser studierte in München Humanmedizin. Daneben hat der vielfach interessierte Arzt einige spannende Abstecher gewagt: ein Philosophie- und Kunstgeschichtestudium, Tätigkeiten beim Radio und schließlich auch für Netdoktor.

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Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für NetDoktor - zuerst als Redakteurin und seit 2012 als freie Autorin.

Atmen gegen großen Widerstand, der Sauerstoff wird immer knapper, Panik steigt auf: Die meisten Menschen können sich kaum etwas Beklemmenderes vorstellen, als das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Wie Atemnot bei Asthma entsteht und was Sie tun können.

Was ist der Unterschied zwischen Atemnot und Kurzatmigkeit?

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Typisches Symptom bei Asthma: Atemnot und Kurzatmigkeit

Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, deren Symptome sich meist plötzlich und anfallartig zeigen – für die Betroffenen oftmals vollkommen unerwartet. Zu den möglichen Symptomen bei Asthma gehören dabei:

  • Atemnot
  • Kurzatmigkeit
  • trockener, bei lange bestehender Erkrankung häufig auch produktiver Husten
  • Giemen (Pfeifen oder Brummen beim Atmen)
  • Ausatmung, die große Anstrengung erfordert
  • hohe Herzfrequenz
  • bei bestehendem Sauerstoffmangel: blau gefärbte Nägel und Lippen
  • Verschlimmerung der Symptomatik in der Nacht

Das gefährlichste und auf den Betroffenen am bedrohlichsten wirkende Symptom ist dabei ohne Frage die Atemnot. Sie scheint sich wie eine Fessel um die Lunge zu legen und den Betroffenen nicht mehr loszulassen. Er reagiert mit Angst oder Panik – was alles nur noch schlimmer macht. Angst versetzt den Körper in einen Alarmzustand, er bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor. In letzter Instanz steigert diese Reaktion im gesamten Körper den Sauerstoffbedarf. Das verschlimmert die Luftnot noch mehr und legt den Grundstein für einen fatalen Teufelskreis. Doch wie kann Atemnot überhaupt entstehen?

Wie Atemnot entsteht

Taucht in der Umgebung des Asthmatikers ein Reiz (zum Beispiel Allergene, Rauch oder starke Gerüche) auf, der bei ihm einen Asthmaanfall verursacht, läuft im Inneren seiner Lunge eine übermäßig gesteigerte Abwehrreaktion ab. Die Bronchien schwellen stark an und die Schleimhaut bildet eine große Menge an Schleim – oberstes Ziel der körpereigenen Abwehr ist es nun, den Auslöser wieder loszuwerden. Die Atemmuskulatur verkrampft sich, um eine geringere Menge des Reizes in die Lunge zu lassen: Infolgedessen erfordert die Atmung große Anstrengung und überlastet die Muskeln schnell, so gelangt automatisch weniger frische Luft in die Lunge und Atemnot bzw. Kurzatmigkeit entsteht. Im Zuge der Verengung der Atemwege bildet sich auch das für Asthma charakteristische Giemen aus, also die Pfeif- oder Brummgeräusche beim Atmen.

Dazu kommt, dass gerade die Ausatmung beim Anfall erschwert vonstattengeht: Mit jedem Atemzug
bleibt etwas mehr verbrauchte Luft in der Lunge zurück. Beim Einatmen ist nun immer weniger Platz für sauerstoffreichen Nachschub – so steigert sich die Atemnot weiter.

Was ist der Unterschied zwischen Atemnot und Kurzatmigkeit?

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Notfall-Behandlung

Sie kennen jemanden mit Asthma oder leiden vielleicht sogar selbst daran? Dann ist das richtige Verhalten im Notfall äußerst wichtig.

>>Was ist zu tun?

Atemnot behandeln und vorbeugen

Kommt es bei Ihnen während eines Anfalls zu Atembeschwerden oder zu einer Atemnot, sind für Sie vor allem drei Punkte essentiell – egal ob es sich um allergisches oder nicht-allergisches Asthma handelt:

  • Inhalieren Sie Ihr Notfallmedikament. Das Notfallspray kann innerhalb weniger Minuten die Bronchien erweitern, ein Allergie-Notfallset (zum Beispiel mit Adrenalin-Pen) kann im Falle eines allergischen Schocks schnell helfen.
  • Bewahren Sie Ruhe. Das ist zwar leichter gesagt als getan, sollte aber dennoch nicht in Vergessenheit geraten. Versuchen Sie sich auf etwas Beruhigendes zu konzentrieren und nehmen Sie Ihre Medikamente – denken Sie daran, dass sie Ihnen helfen werden.
  • Wenden Sie Atemtechniken an. Nicht nur vorbeugend, sondern auch während eines akuten Anfalls können spezielle atemerleichternde Übungen wie Kutschersitz, Lippenbremse & Co. Linderung verschaffen. Bei regelmäßiger Praxis können die Übungen der Atemnot auch präventiv entgegenwirken.
  • Lassen Sie einen (Notfall-)Arzt rufen. Sollten die Medikamente keine Wirkung zeigen, ist es wichtig, nicht lange zu zögern und einen Arzt zu holen. Er hat weitere Mittel zur Verfügung und kann Sie entsprechend betreuen.

Daneben können Sie auch selbst dazu beitragen, dass es möglichst gar nicht zu Atemnot oder anderen Atemproblemen kommt. Die richtige Vorbeugung ist bei Asthma Gold wert. Abhängig von Ihren persönlichen Asthma-Auslösern kommen zum Beispiel folgende Methoden infrage:

  • Führen Sie regelmäßige Peak-Flow-Messungen durch.
  • Verbannen Sie bei einer Allergie gegen Hausstaub große Staubfänger, wie Wollteppiche, aus Ihrer Wohnung.
  • Behalten Sie bei Pollen-Allergie die Vorhersagen für den Pollenflug im Auge.
  • Meiden Sie diejenigen Medikamente, die bei Ihnen Beschwerden verursachen – beispielsweise bestimmte Schmerzmittel. Ihre Asthma-Medikamente hingegen sollten Sie regelmäßig nach Arztvorgaben einnehmen.
  • Informieren Sie sich über aktuelle Ozon- und Feinstaubwerte.
  • Gewöhnen Sie sich das Rauchen ab und achten Sie generell auf einen gesunden Lebensstil mit ausreichend Bewegung.

In jedem Fall sollten sich Asthmatiker regelmäßig gegen Grippe und Lungenentzündung impfen lassen. So gehen Sie kein unnötiges Risiko ein.

Ist Kurzatmigkeit Atemnot?

Kurzatmigkeit ist auch unter den Begriffen Atemnot oder Luftnot bekannt. Eine Person hat zeitweise oder ständig das Gefühl, zu wenig Luft beim Atmen zu bekommen. Bei starker Luftnot haben Menschen ein beklemmendes Gefühl oder sogar die Angst, zu ersticken. Sie atmen angestrengt, das Durchatmen fällt ihnen schwer.

Woher weiß ich ob ich kurzatmig geworden bin?

Betroffene haben das Gefühl, dass sie nicht schnell oder tief genug einatmen können. Sie stellen fest, dass es sie mehr Anstrengung kostet, den Brustkorb beim Einatmen auszudehnen oder die Luft beim Ausatmen auszustoßen.

Was ist der Unterschied zwischen Luftnot und Atemnot?

Das Gefühl der Atemnot wird am besten mit den Worten Luftnot oder Erstickungsgefühl beschrieben. Bei Atemnot besteht wie bei Atembeschwerden das Gefühl, nicht ausreichend Luft zu bekommen, nur ist es viel stärker ausgeprägt. Häufig gehen der Atemnot leichtere Atembeschwerden voran.

Welche Krankheit steckt hinter Kurzatmigkeit?

Arten von Dyspnoe Tritt Luftnot plötzlich auf, kann ein Asthma-Anfall dahinter stecken. Ebenso auch eine Lungenembolie, ein Herzinfarkt oder eine Panikattacke. Zu einer chronischen Dyspnoe können Erkrankungen wie beispielsweise Herzinsuffizienz, COPD oder auch eine Lungenfibrose führen.